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Facharbeitskreis Kompetenzfeststellung im Netzwerk "Integration durch Qualifizierung
MigraNet ist Teil des bundesweiten Netzwerks "Integration durch Qualifizierung (IQ)". Hier haben sich sechs Kompetenzzentren zusammengeschlossen, um eine Verbesserung der Situation von Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt zu erzielen.Jedes Kompetenzzentrum hat ein Schwerpunktthema. MigraNet ist zuständig für Kompetenzfeststellung und Profiling.
Im Netzwerk IQ wurden Instrumente zur Kompetenzfeststellung entwickelt, bzw. verfeinert und in berufliche Förderketten integriert. Dabei gibt es eine Fülle an verschiedenen Ansätzen und Zielrichtungen: Subjektorientierte Ansätze von Kompetenzfeststellungsverfahren für Migrant/innen bieten eine Orientierungshilfe für die berufliche Integration in Deutschland, aktivieren die Eigeninitiative und stärken das Individuum. Einige Beratungseinrichtungen führen im Auftrag der örtlichen Agentur für Arbeit/ARGE Kompetenzfeststellung durch, erstellen Bewerberprofile und unterstützen die Regelinstitutionen bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Anforderungsorientierte Verfahren hingegen stellen Kompetenzen mit einem bestimmten Fokus und Ziel fest. Zum Beispiel um Nachqualifizierungs- oder Anpassungsbedarfe festzustellen oder Bewerber/innen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubreiten. Der Facharbeitskreis erarbeitete gemeinsam Qualitätsstandards für Kompetenzfeststellungsverfahren für Menschen mit Migrationshintergrund und erstellte eine Praxishandreichung, mit allen in der Praxis eingesetzten Instrumenten. Diese Good-Practice Ansätze werden vom Facharbeitskreis gesichert und gebündelt und im Sinne der Nachhaltigkeit weiter verbreitet und der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Facharbeitskreis übernimmt eine wichtige Beratungsaufgabe von Organisationen bei der Implementierung von Kompetenzfeststellungsverfahren. Durch eine gezielte Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit wird das gesellschaftliche - inbegriffen die Unternehmensseite – und institutionelle Ansehen von Kompetenzfeststellungsverfahren für die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gestärkt. Dazu muss eine Vielzahl von Partnern in den Facharbeitskreis eingebunden werden. Mit Kammern, Zertifizierungsstellen, der Bundesagentur für Arbeit, dem bibb und weiteren Entscheidungsträgern werden Strategien zur Implementierung derartiger Modelle entwickelt und vorangetrieben.
MigraNet
Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH
Martina Früchtl
Tel.: 0821 9079920
martina.fruechtl@tuerantuer.de
Neues Informationsportal im Internet:
www.berufliche-anerkennung.de
Bundesweiter Überblick zu Anerkennungsmöglichkeiten für ausländische BerufsabschlüsseRund 400 unterschiedliche Stellen befassen sich in Deutschland mit der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen. Hinzu kommt, dass sich die Verfahren von Bundesland zu Bundesland unterscheiden können. Der Anerkennungsprozess ist also nicht nur für Migranten/innen, sondern auch für Berater/innen und Arbeitsvermittler/innen schwer zu durchschauen. Das neu eingerichtete Online-Portal www.berufliche-anerkennung.de will hier Abhilfe schaffen.
„Berufliche Integration von Zuwanderern hat für den sozialen Zusammenhalt vor Ort besondere Bedeutung.“ So steht es im Nationalen Integrationsplan, der am 12. Juli 2007 von Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgestellt wurde. Die Realität ist jedoch eine andere: Trotz vorhandener Qualifikationen gelingt es Zuwanderinnen und Zuwanderern oft nicht, in ihrem erlernten Beruf Arbeit zu finden. Dr. Bettina Englmann und Dr. Martina Müller haben in der Studie „Brain Waste – Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland“ erstmals bundesweit die derzeitige Anerkennungspraxis untersucht. Die hierbei gewonnenen Daten und Erkenntnisse wurden im Rahmen des Projektes „Global Competences“ der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH, Augsburg, für eine Internetplattform aufbereitet und veröffentlicht. Ein zentrales Angebot des Web-Portals sind grundlegende und ausführliche Informationen über den Anerkennungsprozess. Erläutert werden die Unterschiede zwischen reglementierten und nicht reglementierten Berufen, schulischer und akademischer Anerkennung sowie die spezifischen Verfahren für EU-Bürger/innen, Spätaussiedler/innen und Drittstaatsangehörige. Wie eine Anerkennung ablaufen kann, welche Alternativen bestehen und wie man sich auf diesen Prozess vorbereiten sollte, wird ebenso beschrieben. Außerdem bietet das Online-Angebot eine Liste der wichtigsten Anerkennungsstellen aller Bundesländer. Somit liegt nun eine hilfreiche Ressource für all Diejenigen vor, die eine Anerkennungsmöglichkeit für ihre Abschlüsse suchen, oder die im Rahmen einer Beratung bei der Vorbereitung eines Anerkennungsantrags unterstützend tätig werden wollen. Bei weiter reichendem Informationsbedarf besteht auch die Möglichkeit sich telefonisch oder per E-Mail an die Mitarbeiterinnen von „Global Competences“ zu wenden. Das Internet-Portal www.berufliche-anerkennung.de richtet sich an Migranten/innen, Arbeitsvermittler/innen, Berater/innen und Unternehmen und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert bzw. erweitert.
Weitere Informationen/Kontakt:
Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH
Projekt „Global Competences“
Werderstraße 2
86159 Augsburg
Tel.: 0821/455-1090